Wieso tu ich mir den ganzen Stress eigentlich an? ;)
Welche Symptome deuten auf eine zukünftige Karriere als Living History-Darsteller hin (keine Geschlechterunterscheidung!)?
- seit man denken kann, hat man jüngere Geschwister etc. mit Plasikschwertern, Holzstäben und was einem so in die Hände kam, verprügelt (Anm.: Es gab seltsamerweise nie Tote oder Schwerverletzte!)
- historisches Interesse von Kindheit an
- Freude am Handarbeiten, Nähen etc. (wobei letzteres dann meist spätestens in der Endphase des "normalseins" dazukommt)
- Ein Faible für Fantasyromane (Tolkien v.a.) und etwaige Rollenspiel-Ausübung oder LARP-Ausflüge in der Jugend
- Musikalisch tuts einem meist Metal und Gothic (Blind Guardian & Co) an, und natürlich die klassische Renaissance-Musik
- Man ist schon immer auf die Mozartköpfe vorm Stephansdom neidisch gewesen
Prophylaxe:
- nicht vorhanden, aber es gibt ja zum Glück genügend MA-Gruppen oder Interessierte auf der Welt, die mit etwas Engagment einem in die Szene helfen
Ernstzunehmende Spätfolgen sind:
- ständiges von der Hand in den Mund leben aufgrund der teuren Einkäufe (Stoff, Zelte, Werkzeuge, Waffen,...)
- viele neue Freundschaften und Erlebnisse
- regelmäßiges Totgekichere beim U-Bahn oder Zug-Fahren im Stil des 13. Jahrhunderts, wenn man die "abnormalen" Blicke der übrigen Fahrgäste sieht.
- wenig Freizeit, sofern man als Freizeit die Zeit bezeichnet, die einem zwischen "verteufelten" Alltag, Nähen & Handarbeiten bzw. Basteln & Werken für die Darstellung, Rechersche und einfach mal ausschlafen noch übrig bleibt
- chronische Übermüdung Montags von April bis Anfang Oktober
- Körperliche Anzeichen von Gewalt durch z.B. Stichwunden (*Fingeranguck*), blauen Flecken (*Pfannenweitwurfüb*) etc.
- Erste Ansätze, eine Zeitmaschine zu erfinden
- Der Bibliothek sämtliche historischen Bände entführen und sich fragen, warum man nicht bereits von denen (gegen Bezahlung natürlich) gebeten wurde, die neu eingetroffenen Publikationen zu beschreiben und ins System einzusortieren
- Die Nachbarschaft schiebt sämtliches unnötiges Gerümpel in dein Zimmer ab. (statt es auf den Flohmarkt zu geben)
- man fürs Schneeschaufeln in Naturalien (MA-Bücher, MA-Drucke etc.) bezahlt wird
- die gesamte Verwandschaft erklärt einen für verrückt, aber stellt trotzdem bereitwillig das Auto zur Verfügung
- man mehr (alle Jahreszeiten umfassendes) Gewand aus anderen Epochen als aus dem 21. Jahrhundert besitzt
- wenn man beschließt, die Nähmaschine wegzuwerfen und lieber doch mit der Hand zu nähen
- man sich fragt, wieso es bei Masseneinkäufen von Stoff & Wolle keine Rabatte bekommt
- man seine Gewandung, kaum dass sie fertig ist, wieder neu umnäht - sie wäre ja nicht authentisch genug!
- einen die Nachbarschaft plötzlich bei historischen Fragen um Rat bittet. Oder einen die Pädagogik-Professorin mit der Frage: "Christina, was weißt du über die historischen Fakten um die Jahrhundertwende 19/20. Jh.? *schock* *mühsamaltesWissenrauskram*
- man alles und jedes mit dem Mittelalter zu erklären versucht (warum war der Judenstern gelb etc.?)
- man mehr übers Brettchenweben und Sticken als seine Handarbeitslehrerin weiß und man ihr seine Bayeux-Stichversuche ihr zeigen muss
- man sich Gedanken über den Bau einer eigenen Burg oder Motte macht
- man prinzipiell zu jedem besonderen Anlass die Gewandung anlegt, auch wenn es keinen Grund gibt (z.B. Bälle)
- man mindestens drei Leute mit seiner Garderobe vollständig ausstatten könnte
- man Elben hassen lernt.
- man jedes (!!!) Gespräch so umformt, dass am Ende erst recht wieder übers Mittelalter geredet wird.
- wenn ein Fremder / Nicht-Ma-Interessierter unabsichtlich aufs Mittelalter zu sprechen kommt... *hrhr*
- man in der Schule spinnt (auch geistig natürlich), mit Pois seine Klassenkameraden zu erschlagen droht und die Freistunden (wie auch tw. Stunden, die man selbst halten muss wie in Rhythmik) dafür nützt, seinen Opfern eine Schnelleinführung in mittelalterlichen Tanz zu geben (Branlen & Siebensprung)
- man einen Unfall mit dem Auto fast als Weltuntergang betrachtet
((wo krieg ich nen fahrbaren Untersatz für all den Krempel her???)
- die Handykosten explodieren, weil man täglich ne Stunde mit dem Rest der Truppe quatscht
- Familienmitglieder und enge Freunde zwangsrekrutiert werden (kleine Brüder können sich einfach nicht wehren!)
- man sich fragt, warum man eigentlich in die Schule geht, weil man als Frau ja eh nicht rechnen und schreiben können muss, geschweige denn so abstrakt denken sollte!
- man eigentlich kein Kirchengeher ist und plötzlich anfängt lateinische Gebete auswendig zu lernen O_O
- man die Zeitungen regelmäßig nach Flohmarktterminen durchsucht, um wieder etwas Geld loszuwerden!
- man viele Politiker gern mit dem Kirchenbann belegen würde, damit sie endlich Ruhe geben
Überhaupt: ES LEBE DER KÖNIG! (kein Wunder dass die im Mittelalter zum Feudalwesen übergingen - dass die Demokratie nur Kopfschmerzen bereitet, haben bereits die Griechen und Römer bemerkt!)
- Man sich historische Filme, so schlecht sie auch sein mögen, nur anschaut, weil man die Gewandungen u.U. ja nachschneidern könnte
- seit man denken kann, hat man jüngere Geschwister etc. mit Plasikschwertern, Holzstäben und was einem so in die Hände kam, verprügelt (Anm.: Es gab seltsamerweise nie Tote oder Schwerverletzte!)
- historisches Interesse von Kindheit an
- Freude am Handarbeiten, Nähen etc. (wobei letzteres dann meist spätestens in der Endphase des "normalseins" dazukommt)
- Ein Faible für Fantasyromane (Tolkien v.a.) und etwaige Rollenspiel-Ausübung oder LARP-Ausflüge in der Jugend
- Musikalisch tuts einem meist Metal und Gothic (Blind Guardian & Co) an, und natürlich die klassische Renaissance-Musik
- Man ist schon immer auf die Mozartköpfe vorm Stephansdom neidisch gewesen
Prophylaxe:
- nicht vorhanden, aber es gibt ja zum Glück genügend MA-Gruppen oder Interessierte auf der Welt, die mit etwas Engagment einem in die Szene helfen
Ernstzunehmende Spätfolgen sind:
- ständiges von der Hand in den Mund leben aufgrund der teuren Einkäufe (Stoff, Zelte, Werkzeuge, Waffen,...)
- viele neue Freundschaften und Erlebnisse
- regelmäßiges Totgekichere beim U-Bahn oder Zug-Fahren im Stil des 13. Jahrhunderts, wenn man die "abnormalen" Blicke der übrigen Fahrgäste sieht.
- wenig Freizeit, sofern man als Freizeit die Zeit bezeichnet, die einem zwischen "verteufelten" Alltag, Nähen & Handarbeiten bzw. Basteln & Werken für die Darstellung, Rechersche und einfach mal ausschlafen noch übrig bleibt
- chronische Übermüdung Montags von April bis Anfang Oktober
- Körperliche Anzeichen von Gewalt durch z.B. Stichwunden (*Fingeranguck*), blauen Flecken (*Pfannenweitwurfüb*) etc.
- Erste Ansätze, eine Zeitmaschine zu erfinden
- Der Bibliothek sämtliche historischen Bände entführen und sich fragen, warum man nicht bereits von denen (gegen Bezahlung natürlich) gebeten wurde, die neu eingetroffenen Publikationen zu beschreiben und ins System einzusortieren
- Die Nachbarschaft schiebt sämtliches unnötiges Gerümpel in dein Zimmer ab. (statt es auf den Flohmarkt zu geben)
- man fürs Schneeschaufeln in Naturalien (MA-Bücher, MA-Drucke etc.) bezahlt wird
- die gesamte Verwandschaft erklärt einen für verrückt, aber stellt trotzdem bereitwillig das Auto zur Verfügung
- man mehr (alle Jahreszeiten umfassendes) Gewand aus anderen Epochen als aus dem 21. Jahrhundert besitzt
- wenn man beschließt, die Nähmaschine wegzuwerfen und lieber doch mit der Hand zu nähen
- man sich fragt, wieso es bei Masseneinkäufen von Stoff & Wolle keine Rabatte bekommt
- man seine Gewandung, kaum dass sie fertig ist, wieder neu umnäht - sie wäre ja nicht authentisch genug!
- einen die Nachbarschaft plötzlich bei historischen Fragen um Rat bittet. Oder einen die Pädagogik-Professorin mit der Frage: "Christina, was weißt du über die historischen Fakten um die Jahrhundertwende 19/20. Jh.? *schock* *mühsamaltesWissenrauskram*
- man alles und jedes mit dem Mittelalter zu erklären versucht (warum war der Judenstern gelb etc.?)
- man mehr übers Brettchenweben und Sticken als seine Handarbeitslehrerin weiß und man ihr seine Bayeux-Stichversuche ihr zeigen muss
- man sich Gedanken über den Bau einer eigenen Burg oder Motte macht
- man prinzipiell zu jedem besonderen Anlass die Gewandung anlegt, auch wenn es keinen Grund gibt (z.B. Bälle)
- man mindestens drei Leute mit seiner Garderobe vollständig ausstatten könnte
- man Elben hassen lernt.
- man jedes (!!!) Gespräch so umformt, dass am Ende erst recht wieder übers Mittelalter geredet wird.
- wenn ein Fremder / Nicht-Ma-Interessierter unabsichtlich aufs Mittelalter zu sprechen kommt... *hrhr*
- man in der Schule spinnt (auch geistig natürlich), mit Pois seine Klassenkameraden zu erschlagen droht und die Freistunden (wie auch tw. Stunden, die man selbst halten muss wie in Rhythmik) dafür nützt, seinen Opfern eine Schnelleinführung in mittelalterlichen Tanz zu geben (Branlen & Siebensprung)
- man einen Unfall mit dem Auto fast als Weltuntergang betrachtet
((wo krieg ich nen fahrbaren Untersatz für all den Krempel her???)
- die Handykosten explodieren, weil man täglich ne Stunde mit dem Rest der Truppe quatscht
- Familienmitglieder und enge Freunde zwangsrekrutiert werden (kleine Brüder können sich einfach nicht wehren!)
- man sich fragt, warum man eigentlich in die Schule geht, weil man als Frau ja eh nicht rechnen und schreiben können muss, geschweige denn so abstrakt denken sollte!
- man eigentlich kein Kirchengeher ist und plötzlich anfängt lateinische Gebete auswendig zu lernen O_O
- man die Zeitungen regelmäßig nach Flohmarktterminen durchsucht, um wieder etwas Geld loszuwerden!
- man viele Politiker gern mit dem Kirchenbann belegen würde, damit sie endlich Ruhe geben
Überhaupt: ES LEBE DER KÖNIG! (kein Wunder dass die im Mittelalter zum Feudalwesen übergingen - dass die Demokratie nur Kopfschmerzen bereitet, haben bereits die Griechen und Römer bemerkt!)
- Man sich historische Filme, so schlecht sie auch sein mögen, nur anschaut, weil man die Gewandungen u.U. ja nachschneidern könnte
Alveradis - 19. Mrz, 12:40
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