Material:
2 Stoffbahnen zu je ca. 1,50 x 3 m (Für alle Österreicher: In Kritzendorf (ca. halbe Stunde von Wien entfernt) fanden wir sehr dicken, festen Baumwollstoff in einem Naturweiß für knapp 5 Euro!)
6 Nägel
6 große Ösen (oder gleich Nestellöcher!)
1 quadratischerLederfleck (etwa 2 Handflächen groß)
6 Rundstangen 2,5 m (ca. 2,5 cm Durchmesser)
1 dicke Rundstange 2,5 m (in der Gartenabteilung sind sie zumindest in Österreich sehr billig) ca. 5-6 cm Durchmesser
12 Zeltschnüre (ca. 2 m pro Schnur)
12 Heringe aus Holz (billige Lösung: Feuerholz einkerben)
Zuerst imprägnierten wir die Stoffbahnen der Anleitung auf der Packung entsprechend.
Wir entschieden uns dafür, den Baldachin auf einer Seite höher zu machen, auf der anderen eine Spur tiefer.
Hierzu kürzten wir drei der Rundstangen um etwa 30 cm (je mehr gekürzt, umso steiler ist das Dach und umso besser fließt der Regen ab!) und schlugen dann auf je eine Seite der Rundstangen jeweils einen Nagel ein, wobei er ca. 2-3 cm herausstehen sollte um die Plane gut daran befestigen zu können.
Während der Stoff noch vom Imprägnieren trocknete, widmeten wir uns den Heringen: Hierzu nahmen wir Holzabfall, wie er beim Holzhacken für den ofen entsteht her und sägten etwa 5 cm von einer Seite entfernt Kerben hinein, die andere Seite wurde je nach Dicke des Holzes etwas angespitzt, das Einschlagen bewies jedoch, dass dies ansich nicht nötig ist. Da diese Weise, wenn auch authentischer als Eisenheringe, allerdings keine lange Lebensdauer hat (leicht brüchtig beim Einschlagen) ist ein ausreichender Ersatz an Heringen empfehlenswert!
Der Stoff wurde nun an der langen Seite zusammengenäht und jeweils in den Ecken sowie in der Mitte der Längsseiten mit einem zusätzlichen Stoffquadrat verstärkt um bei starkem Wind ein Ausreißen zu verhindern.
Da wir große Ösen hatten, diese jedoch nicht richtig einschlagen konnten (Maschine fehlte halt ;)), schlugen wir sie mit dem Hammer einfach flach und befestigten die Ösen dann mit einem einfachen Nestellochstich
Für die Zeltschnüre ist empfehlenswert ein Ende mit einer größeren (für die Heringe), das andere Ende mit einer kleinen Schlaufe (für den Stab mit Nagel) zu versehen und so zu spannen.
Da wir merkten, dass der Baldachin trotzdem durchhing, einigten wir uns zusätzlich auf einen Mittelstab. Um Löcher im Stoff zu verhindern wurde die Mitte mit einem Lederquadrat versehen.
Der dicke Mittelstab sollte etwas höher als die anderen Stangen sein, um eine Kuppel zu bilden, welche das Regenwasser gut ablaufen lässt!
Wir planen nun weiter an den Baldachin Bänder anzunähen um rundherum „Seitenwände“ zu montieren, welche das Zelt für alle Wetterlagen tauglich machen sollte.
Bilder vom Bau:
Und schließlich im Einsatz:
Leider überstand der Baldachin (wie auch die der anderen Gruppen) die starken Regenfälle in Golling mehr schlecht als recht und als unser Met zunehmend verdünnt wurde, floh man ins Zelt!